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Nervenreaktoren / Nikotin

Musste heute zwischen zwei Klausuren etwa 34.755.685 Leuten Feuer geben.
Aus Angst vor dem persönlichen Prüfungs-Waterloo-Tschernobyl scheinen sich in diesen Tagen viele etwas mehr Teer als sonst in der Lunge zu wünschen (der bleibt wenigstens wo er ist, ganz im Gegensatz zu den gestern hektisch auswendig gelernten Spiegelstrichhäppchen, fragt mich in einer Woche mal nach Äquilibration und Sensomotorik).
Bleibt die Frage, zu welchem Zeitpunkt man sich bedanken soll: Wenn man das Feuerzeug bekommt oder wenn man es wieder abgibt?

Kommentieren 5. February 2007

Say what you won’t do to me

Wer aus Gründen der Lümmeligkeit den Bus verpasst, der muss bestraft werden. Das Schicksal schenkt mir die unmittelbare Nähe zu fünf Barbies und zwei Kens. Die Puppen tragen goldene Schuhe und klatschen sich ab wie böse Jungs, nach artikellosem und ch-freiem Geplapper, isch so, disch nischt, er so: krass. Überdimensionierte Ohrringe wackeln durch gnadenlos überschminkte, glitzernde Gesichter, während eine Pussycat-Dolls-Choreografie eingeübt wird, im Sitzen. Blechern und laut liefert das Mobilfunkwunder die Karaokebasis, zur Freude aller Anwesenden werden auch Affenlaute nachgeahmt.
Die beiden blankgeputzten Kens üben sich in Emotionslosigkeit, fassen sich gegenseitig an die Oberschenkel, ein merkwürdiges Spiel. Schwul ist trotzdem Schimpfwort.

4 Kommentare 20. August 2006

!

Martina

Kommentieren 18. August 2006

Mobmilieu

Und vor ein paar Monaten, da trat ich in das fremde Schlafzimmer und sah die Bong direkt neben dem Bett stehen, wusste das Milieu unangenehm gut einzuschätzen. Auch sonst ließ der Herr des Hauses keinen Raum für Zweifel an der richtigen Einschätzung seiner schäbigen Persönlichkeit, kaum mehr als Internetpornos hatte dieser Verlierer im Kopf und auf dem Bildschirm, rief guck ma alle! und der Sparabo-Partyvolk-Mob war weitgehend amüsiert. Niveau konnte hier schon lange keiner mehr buchstabieren, und als die Böhsen Onkelz in die Playlist rutschten war der richtige Zeitpunkt für die Verabschiedung gekommen. Egal wohin, Hauptsache weg.

Kommentieren 24. July 2006

“Sie können ja den Schienenersatzverkehr nutzen, aber da sind sie bestimmt drei Stunden unterwegs…”

Gestern mit vielen Zügen über viele Umwege viele Städte bereist.

Der Plan, sich in Hagen in einen Zug zu setzen, eine Stunde lang die Augen zu schließen und klimaanlagenberieselt in Münster anzukommen, erweist sich als unmöglich, denn irgendwo in den flachen Weiten des Münsterlandes verhindert eine Baustelle den Direktweg zur Diplomschau der Fachhochschule, und schwitzende Bummelzüge tuckern über die Dörfer, als zeit- und nervenfressender Ersatz, lassen uns alle zwanzig Minuten aus- und gleiswechselnd wieder einsteigen, in Metropolen mit schwungvollen Namen wie Unna, Schwerte, Hamm, ständig Treppe runter / Treppe rauf, umringt von ganz in weiß gekleideten Elektromusikliebhabern und upper-class Robbie-Williams-Fanclubs, die uns seine ausgelutschtesten Hits a cappella präsentieren, wird seine Tournee doch von bösen Journalisten boykottiert.

Doch gelohnt haben sich alle Strapazen, die Diplomschau könnte vielseitiger und liebevoller kaum gestaltet sein. In jedem Raum zwei bis drei Diplomanden, die ihr Werk stolz in Bild, Ton, Text und Video präsentieren, dazu Kekse und Cola, alles umsonst, die Süße und ich greifen zu, im Hintergrund Jamiroquai in angemessener Lautstärke, an die Rückfahrt wird kein Gedanke verschwendet.

4 Kommentare 16. July 2006

Erziehungs- und Bildungstheorien

Und mysteriöserweise wird die eindeutig geisteswissenschaftlich zuzuordnende Klausur bei den Naturwissenschaftlern geschrieben, wie mir ganz zeitgemäß und sachlich per Email mitgeteilt wurde. Außerdem noch der Hinweis: Ich darf Sie zudem alle bitten, pünktlich zu erscheinen.

Schauen wir uns jedoch den Lagepan der Universität und den von mir schwarz eingezeichneten zurückzulegenden Weg an, so wird deutlich, vor welch unlösbares Problem mich diese absichtlich hinterhältige Raumänderung stellt, das begrenzt zur Verfügung stehende Zeitfenster, meine generelle Orientierungslosigkeit, und meine gewohnte Gangart, den lässigen Schlendrianismus, berücksichtigend.

6 Kommentare 8. June 2006

Absicht oder Dummheit?

Was trieb den Hohlkopf wohl an, der im buntesten Viertel des alternativsten Stadtteils meiner seelenlosen Stadt einen Bundeswehrshop aufgemacht hat? Klassischer Fall von den entscheidenden Gedanken nicht zu Ende gedacht mutmaße ich mal. Mit Höchstgeschwindigkeit in die Insolvenz, und zum Schluss auf gebrauchten Soldatensocken, Gaskochern und Deutschlandfahnen sitzen bleiben. Obwohl, jetzt wo die WM bald…

1 Kommentar 9. May 2006

Bochum

Lil’ Kim dröhnt aus den Lautsprechern der fahnenschwenkenden ver.di-Demonstranten. Simon verliert endgültig den Verstand.

2 Kommentare 25. April 2006

?

Wer will eigentlich auf dem Handy fernsehen?

6 Kommentare 13. March 2006

Referer, der Spaß für Jung und Alt, Teil 4

Was die Flut so mit sich brachte: Eine Liste von Suchbegriffen, die bei Google oder Yahoo in den letzten Tagen eingegeben wurden und deren Ergebnisse dann auf blong.de verweisen.

    ohrring seite schwul

Ich dachte das hätten wir geklärt.

    hänsel und gretel in der vergangenheit schreiben

Tippen klappt ja immerhin schon. Ein Anfang.

    SPUR-M

SPUR-M is an omnipotent formula. It increases sperm production by 500%.

    jemanden was liebes schreiben

Sollten wir alle viel öfter. Und…

    frauen Komplimente machen

…auch.

    blong 27

You’re wasting your time the easy way.

    wie ist mein köpper?

Der Kopfsprung war grandios. Es war einer der besten Köpper, die ich je gesehen habe.

    Last night a dj saved my life

From a broken heart!

    blog prinzessin rotznase

Bitte?

    warum nennt er sich rafinha?

Weil Marcio Rafael Ferreira de Souza einfach zu lang ist.

    andy reimer sweety

Vor einem halben Jahr.

    Stolz(Handy)

Nein, hier gibt es nur Stolz(Internet).

    haircut 2006

Hier.

    suboptimal die liebe in mir

Schade.

    was sind meter pops?

So sehen sie aus.

    die hässlichsten menschen der ganzen welt

Wieso?

    foto karnevalswagen behindert

:-)

5 Kommentare 9. March 2006

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