:D

I don’t want sex but you can have it
1 Kommentar 23. June 2008
Ich würde dann doch gerne nochmal auf dieses großartige Bild voller Ebenenspielereien zu sprechen kommen, das ich hier vor zwei Wochen verlinkt habe:
Ein Soldat der Alliierten sitzt mit Cowboystiefeln, Ritterschild und Footballhelm auf einem Zebra und tötet mit einer Lanze einen (den?) Nazi, der in der linken Hand eine Mischung aus Wasser- und Laserpistole trägt, während die rechte Hand zum Hitlergruß erhoben ist.
Die Szene ist Teil eines Films, der gerade endet. Menschen stehen von ihren Sitzen auf, während auf der Leinwand der Schriftzug THE END eingeblendet wird, zusammen mit einer Atombombenexplosion und einem (japanischen?) Segelschiff, das auf einen davonfliegendes Doppeldeckerflugzeug schießt.
Dann ein Ausschnitt aus einer futuristischen Stadt: In Roben gekleidete Menschen kommen aus dem (gar nicht mal so) futuristischen Kino heraus. Der gezeigt Film hieß World War 2.
Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll diese Aneinanderreihung von genialen Einfällen zu loben. Dass die Pointe so klar ist und doch so gut versteckt. Dass man erst beim zweiten, dritten, vierten Hinsehen langsam beginnt zu verstehen. Dass das Bild so perfekt mit der verklärten Fernsehverwertung von Geschichte spielt und uns auf eine groteske Art auf die Gefahren hinweist, wenn unser Verständnis von Vergangenheit mehr und mehr von einer für Massenmedien inszenierten Show bestimmt wird, bei der Schauspieler und Requisiten Ereignisse und Authentizität simulieren, nachstellen, täuschen, remixen.
Die wunderbar persiflierte historische Ungenauigkeit, die gewollte Bündelung von Jahrhunderten zu einem leicht konsumierbaren Paket findet ihren Höhepunkt in der Verbildlichung unserer (selbstverständlich durch das Fernsehen geprägten!) stereotypen Vorstellung von einer in ferner Zukunft liegenden Sciencefiction-Gesellschaftsutopie mit fliegenden Autos und bösen Robotern (unten links), die den Betrachter im besten Fall daran erinnert, das persönliche Verhältnis zu Vergangenem und Zukünftigem ab und an vom diffusen Schleier hollywoodesker Populärkultur zu befreien und Inszenierungen jeglicher Art als das zu erkennen, was sie sind: eine immer von Interessen geleitete und oft irreführende Verklärung der Realität.
1 Kommentar 26. April 2007
Seit er mit unausgereiften Gedanken zu Kants Transzendentalphilosophie in der Fachwelt gehörig auf die Nase gefallen war, gab sich Prof. Dr. Dr. h.c. Milhouse mit der Rolle des übergewichtigen Hauskatertollpatsches zufrieden, an die er sich von Tag zu Tag besser gewöhnen sollte. Heute lässt sich sein Leben mit dem Begriff Allesfresser wohl am besten charakterisieren.
Kommentieren 16. May 2006
— Feuerzeug. Farbe: lila
— Schlüsselbund mit wertloser Kaugummiautomatenmetallkette
— Zigarettenschachtel. Inhalt: drei Zigaretten + Studentenausweis SS06
— Federfußball (Profi-Variante)
— Gefrierbeutel. Inhalt: ein Salz- und Pfefferstreuer
3 Kommentare 8. May 2006
Nachts um drei schlüsselt sich die Süße leise in die Wohnung, es gab einiges in den Mai zu tanzen (Dabei habe ich gar nicht getanzt! wird sie später resigniert feststellen). Ich liege schon im Bett (Man sah nur deinen Schopf! wird sie später entzückt erklären).
Aus journalistischen Gründen wollte ich früh aufstehen und mir mit meinem Vater (seit geschätzten 300 Jahren IG BAU-Mitglied) die gewerkschaftlich organisierten Bratwurstfeierlichkeiten im Volkspark ansehen, aber es heißt ja nicht umsonst Arbeiterfeiertag, das muss auch für Studenten gelten, und so wühle ich noch durch die Kissen als die Demonstranten losziehen. Die Süße schließt das Fenster, statt Hoch –- die –- internationale -– Solidarität! lieber Bye bye, Sonnenlicht!
Gegen drei Uhr nachmittags bemühen wir uns um ein Frühstück, die Striche auf den Bierdeckeln der Altlinken um die Uhrzeit wohl schon zweistellig. Ich werde unnötig sauer, weil der verdammte Kiosk zwar Waschmittel und Hundefutter, aber weder Vollmilch noch Brötchen im Sortiment hat. Zwei alte, aufgebackene Gummibrötchen liegen als Alternative noch im Korb, hätten sie Emotionen würden sie mich entweder auslachen oder schmollen. Wir legen uns wieder hin, traumloser Attosekundenschlaf folgt, und schon ist es fünf Uhr. Die Süße fährt nach Hause, Fotos bearbeiten, ich bleibe zu Hause, Rousseau bearbeiten, und das bis um acht.
Im Portmonee nur ein bisschen Restkupfer. Auf dem Weg zur Sparkasse befremdliche Parallelgesellschaftler, tanzen um ihre Tradition herum und trinken dabei ihre Droge. Eine den Pommesbudenbesitzer wohl für schwerhörig haltende Pommesbudenbesucherin schreit ihre Bestellung durch die Straßen. Aus den Lautsprechern des eigentlich zu ignorierenden aber omnipräsenten Hasper Maifestes Herbert Grönemeyer: Es ist OK, es tut gleichmäßig weh… und die Rentner auf dem Hüttenplatz würden am liebsten nicken.
Genug gearbeiterfeiertagt, ich lege mich hin und kann nicht schlafen.
Wen wundert’s?
Niemanden.
2 Kommentare 2. May 2006
Von der Sonne beflügelt entschied er sich für einen neuen Haarschnitt.
Nun pfiff ihm der Wind um die Ohren. Verdammter Übermut.
2 Kommentare 17. March 2006
Just tell us your idea, and we’ll vote for it!
Kommentieren 7. March 2006
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