Über die Katzenhilfe Münster sind wir an die beiden gekommen. Sie sind jetzt 0,75 Jahre alt. Die Namen hatten sie schon, da können wir nichts für. Eure Katze heißt Oma?
Das ist Uta:
Die halslose Uta war am Anfang deutlich schüchterner als ihre Schwester. In der ersten Woche verschwand sie bei jedem Geräusch hinter dem Sofa; mittlerweile lässt sie sich aber ordnungsgemäß durchkneten. Ihren Lauten nach zu urteilen wäre sie gerne eine Taube.
Das ist Umma:
Umma ist ein Flummi, gefangen im Körper einer Katze. Sie springt höher als Blanka Vlašić und riecht gerne am Toilettenabflussrohr. Außerdem interessiert sie sich für die Google-Websuche:
Da ich es in einem Anfall hochgradiger Idiotie geschafft habe, den Inhalt einer Kaffeetasse über meiner Touristenkamera auszuleeren, war es das zunächst mal mit vorzeigbaren Katzenfotos. Bilder von Ks Kamera werde ich aber bald noch hier einstellen. Bleiben Sie dran!
Rauchend saß ich in der Küche und dachte wie immer an viel Böses, als das Schicksal eine neue Seite im Münster-Drehbuch aufschlug.
Auf einmal war er da. Nassgeregnet saß er auf der Fensterbank, die sonst den Dohlen vorbehalten ist, und bat um Einlass. Sich seiner eigenen Reize durchaus bewusst, drückte er die Pfoten von außen an die Scheibe, maunzte leise, wir MUSSTEN in rein lassen, es war alternativlos.
Er schaute sich um, inspizierte die Wohnung, steckte seine Arme in die Löcher der Badezimmertür und entschied sich dann wie selbstverständlich für ein kleines Schläfchen auf dem roten Teppich. Als ob es nie etwas anderes gegeben hätte.
Eine Stunde später ließen wir ihn wieder hinaus in die Nacht. Das Radio spielte melancholisch-leichte Gitarrenmusik. Hollywood hätte den Moment des Abschieds schmalziger nicht inszenieren können.
Ein paar Tage später saß er zur allgemeinen Erleichterung wieder auf der Fensterbank.
Was für ein Kater. Er ist jung, jugendlich verspielt und (hyper)aktiv, ohne jede Menschenscheu (das hört sich hier langsam an wie bei Tiere suchen ein Zuhause im WDR); er muss jedem Geräusch auf den Grund gehen und rotiert hundegleich, bevor er seine präferierte Schlafposition gefunden hat.
Wieso wir ihn letztendlich Joseph nannten weiß ich gar nicht mehr. Seinen wahren Namen wollte er uns nicht verraten und Hey! bzw. Pfeifgeräusche sind auch keine Dauerlösung. Mittlerweile bilden wir uns ein, er würde auf Joseph hören, doch eigentlich könnten wir auch jeden beliebigen Namen rufen. K. träumte jüngst er würde Nico heißen und bei einer älteren Dame wohnen.
Seit unserer ersten Begegnung ist nun ein guter Monat vergangen. Wir sind eher unfreiwillig wieder zu Teilzeitkatzenbesitzern geworden. Joseph kommt und geht nach eigenem Ermessen. Mal ist er für mehrere Tage verschwunden, mal kommt er zweimal täglich um es sich auf der Couch für ein gepflegtes Nickerchen bequem zu machen.
Mein linkes Bein ist einen guten Zentimeter kürzer als das rechte. Das ist der Grund, weshalb ich mit links deutlich härter und präziser schießen kann. Das war in der F-Jugend schon so. Meiner obskuren Theorie nach ist es sogar von Vorteil, wenn das Standbein etwas länger ist, weil man nicht ganz so weit ausholen muss, um den Ball gut zu treffen.
Wenn ich mit rechts schieße, sieht das immer ein bisschen komisch aus, weil ich meinen Körper wegen dieses verdammten Zentimeters etwas mehr nach links lehnen muss, um nicht in den Platz zu treten. Die Präzision geht dabei wegen des unvorteilhaften Körperschwerpunkts freilich flöten.
Interessanterweise kann ich mit rechts trotzdem mehr als die meisten meiner Teamkollegen mit links. Das liegt wohl daran, dass fast sämtliche Übungen im Training für Rechtsfüße ausgelegt sind, was auch verständlich ist, weil die nun mal in der Mehrheit sind (mind. 80%). So werde ich als Linksfuß des Öfteren gezwungen, mein schwächeres Bein zu benutzen, während die Rechtsfüße so gut wie nie angehalten sind auch mal mit links zu schießen. Alles eine Frage der Fußballsozialisation.
Gut ist, dass man als Linksfuß eigentlich immer aufgestellt wird, weil die linke Seite ja besetzt sein muss. Ein Rechtsfuß auf der linken Seite steht ständig vor dem sogenannten Philipp-Lahm-Problem. Anders als ein Linksfuß kann Lahm vor dem Sechzehnmeterraum eigentlich nur nach innen ziehen (was nicht zwangsläufig schlecht sein muss). Läuft er dennoch außen weiter bis zur Grundlinie, muss er abstoppen und sich den Ball auf den starken rechten Fuß legen, während ein Linksfuß einfach weiterläuft und eine schöne, vom Torwart weggerichtete Flanke rein bringen kann.